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News


Tuesday, June 27, 2006 Fahrer kommen gerne

«Junge Sportler brauchen Idole», sagt Peter Goop aus Schellenberg, der das OK-Präsidium im Vorfeld des 3. Rad-Kriteriums Ruggell von Adolf Heeb übernommen hat. Das Radsportfest bietet am 8. Juli die Möglichkeit, mit den Sportstars auf Tuchfühlung zu gehen.


Peter Goop ist langjähriges OK-Mitglied der Sportanlässe Ruggell. Der selbstständige Unternehmer erklärt im Interview die Ziele und Visionen des Organisationskomitees der Radsportanlässe Ruggell.
«Volksblatt»: Peter Goop, was stellte für Sie den Reiz dar, das OK-Präsidium des Kriteriums Ruggell zu übernehmen?
Peter Goop: Ich war schon immer mit dem Sport verbunden. Dieser fasziniert mich und ich stufe ihn für alle Alterskategorien als sehr wichtig ein. Die Leistungen der Liechtensteiner Radfahrer Adolf Heeb, Adolf Kind, Roman und Sigmund Hermann sowie Andrea Clavadetscher haben mich immer sehr fasziniert. Adolf Heeb hat mich vor Jahren in das OK der Radsportanlässe Ruggell geholt. Wenn die Begeisterung für etwas da ist, fragt man sich nicht weshalb, sondern lebt sie.
Und selber treiben Sie auch Sport?
Ich fahre selber regelmässig mit dem Rad, gehe Joggen und betreibe viel Bergsport. In meinen Jugendjahren kletterte ich sehr aktiv. Dies hat mir auch in meinem Berufsleben sehr viel gebracht. Der Sport lehrt, eine gute Einzelleistung zu bringen, Fairness, Härte, Ausdauer, und Teamgeist an den Tag zu legen.
Wie wichtig erachten Sie den Faktor Teamgeist im Veloclub Ruggell bezüglich der Organisation des Kriteriums?
Das OK des Kriteriums Ruggell zeichnet sich aus durch ein motiviertes, gutes Team. In ihm steckt viel Rennwissen und Know-how, was hilft, Rennen durchzuführen. Entscheidend ist zudem, dass langjährige Sponsoren wie die VP Bank, die Gemeinde Ruggell und die Ruggeller Industrie hinter dem Anlass stehen.
Für wen organisiert das OK dieses Rennen?
Wir wollen eine Plattform für die Jugend im Radsport bieten. Wer sich für den Radsport interessiert, sollte die Möglichkeit erhalten, sich ausbilden zu lassen und sich zu präsentieren. Der Verein will aber nicht nur Nachwuchsarbeit betreiben. Junge Sportler brauchen Idole. Diese findet man unter anderem an Grossanlässen.
Wie wichtig sind dabei Emotionen?
Sehr wichtig. Auf der Strasse wollen wir Sport bieten. Parallel dazu werden wir den Gästen ein grosses Rahmenprogramm für die gesamte Familie bieten. Ein Ort, wo Emotionen, Lebensfreude und das Miteinander unter Radsport-freunden spielen soll. Ein Ort, wo man den Sport leben kann, wo man Kollegen trifft und über den Sport und die Welt diskutiert.
Wir wollen eine Plattform für die Jugend im Radsport bieten
Regelmässig organisiert der Veloclub Ruggell auch grössere Radrennen. Was hat das OK diesbezüglich im Köcher?
Es stimmt, dass das Kriterium auch dazu dient, den Fitnessstand des Organisationskomitees aufrecht-zuhalten. Wir planen wieder eine Schweizer Meisterschaft in Schellenberg und werden 2009 Gastgeber der Tour de Suisse sein. Zudem sind Verhandlungen mit den Organisatoren der Züri-Metzgete betreffend einer Zusammenarbeit zwischen Zürich, Ruggell und Liechtenstein im Gange.
Das heisst, dass die Schellenberg-Rundfahrt endgültig der Vergangenheit angehört?
Für mich ist es nicht mehr vorstellbar, eine quasi normale Schellenberg-Rundfahrt durchzuführen. Die Schellenberg-Rundfahrt war über 49 Jahre ein erfolgreiches Rennen. Sie lebte von der Tradition. Die Radsportfreunde waren aber für ein Rennen mit Elitefahrern und Junioren immer weniger an die Strecke zu locken. Moderne Anlässe wie das Kriterium oder ein Grossanlass auf der Schellenberg-Strecke interessieren mehr. Wir können aber nicht jedes Jahr einen Grossanlass organisieren. Dies würde die Kräfte der OK-Mitglieder sowie die Finanzen zu stark strapazieren.
Zurück zum Kriterium. Ist es schwierig, ein schlagkräftiges Fahrerfeld zu stellen?
Die Fahrer sind von der Strecke und der Organisation begeistert. Sie haben grosses Interesse, in Liechtenstein zu starten, und kommen gerne.
Wer wird das diesjährige Kriterium gewinnen?
Ich bin überzeugt, dass Bruno Risi alles daran setzen wird, den Sieg aus dem Jahr 2004 zu wiederholen. Dieses Mal wird es aber wohl das härteste Rennen der letzten drei Jahre. Die Konkurrenz mit zum Teil sehr erfahrenen Kriterium-Spezialisten ist sehr stark.


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