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News


Monday, July 23, 2007 Gelungener EM-Auftritt
Brütende Hitze, organisatorische Pannen, suboptimale Strassenzustände, keine Zuschauer – die Zustände in Sofia sind einer Rad-Europameisterschaft für Junioren und U23-Fahrer eigentlich nicht würdig. Allen Widrigkeiten zum Trotz gaben die beiden FL-Athleten Daniel Rinner (Junioren) und Dimitri Jiriakov (U23) im Strassenrennen mächtig Gas.

Yvonne Ritter-Elkuch, Präsidentin des Liechtensteiner Radfahrerverbands, dürfte in den letzten Tagen einige Male nicht schlecht gestaunt haben. Die sympathische LRVFunktionärin weilt derzeit im bulgarischen Sofia und steht ihren beiden Schützlingen Dimitri Jiriakov und Daniel Rinner mit Rat und Tat zur Seite. Die Organisatoren zaubern dabei fast täglich neue Überraschungen aus dem Hut, mit denen sie das Nervenkostüm aller Beteiligten vor eine Zereissprobe stellen – zuletzt am Samstag beim Strassenrennen der Junioren, bei welchem Daniel Rinner vom RV Mauren mitmischte. Okay, für Temperaturen von 40° Celsius kann der Veranstalter nicht wirklich etwas, und auch die nicht immer optimalen Zustände der Strassen können ihm nicht angelastet werden. Wohl aber die Tatsache, dass kaum ein Teilnehmer weiss, welchen Platz er tatsächlich herausgefahren hat.
Probleme mit dem Zielfilm
Wie das möglich sein soll? Nun: 137 Fahrer hatten nach zahlreichen erfolglosen Ausreissversuchen auf insgesamt 140 schweisstreibenden Kilometern (10 Runden à 14 km) geschlossen in 3:17:01 Minutendas Ziel erreicht und wurden ex aequo gewertet. Klar, dass ein Zielfilm hier zwecks Erstellen einer genauen Rangliste hilfreichwäre, dumm, dass ein solcher zumindest in aussagekräftiger Formaber nicht existiert. Die drei Medaillengewinner – Gold: Michal Kwiatkowski (Pol), Silber: Fabien Taillefer (Fr), Bronze: Ole Haavardsholm
(Nor) – konnten glücklicherweisenoch eruiert werden,ab Platz zehn ging allerdings nichts mehr. Daniel Rinner, der laut Ritter-Elkuch ein beherztes Rennen fuhr und in der drittletzten Runde
sogar einen Ausreissversuch lancierte, scheint in der Endabrechnung auf Rang elf auf – wie 127 weitere Fahrer auch. «Sich ärgern bringt nichts, wir versuchen es mit Humor zu nehmen», sagt Ritter-Elkuch. Und doch klingt der Ärger deutlich durch: «Wenn ich in Liechtenstein einen Anlass so organisiere,findet sich kein einziger Teilnehmer und man sagt mir, dass ich unfähig bin.»
Jiriakov überzeugt als 50.
Ohne Zwischenfälle organisatorischer Art verlief das U23-Strassenrennen mit FL-Rad-Ass Dimitri Jiriakov. Stattdessen ging auf der Strecke die Post ab. Immer wieder wurden Vorstösse lanciert, die Fluchtgruppen wurden aber jeweils schnell wieder gestellt. Mehrere Fahrer kamen beim teilweise horrenden Renntempo zu Sturz. Nicht so Jiriakov. Der Liechtensteiner bewegte sich stets ungefähr in der Mitte des Feldes und hielt sich geschickt aus den heiklen Situationen heraus. Nach 3:54:49 hatte Jiriakov die 168 Kilometer hinter sich gebracht und die Ziellinie im Feld fahrend passiert.
Der LRV-Athlet erreichte den starken 50. Schlussrang. «Er ist ein sehr gutes Rennen gefahren», freute sich Yvonne Ritter-Elkuch.


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