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Tuesday, July 01, 2008 Von Gold bis Enttäuschung
Grosser Jubel bis grosse Enttäuschung: Auf diesen Nenner könnte man den Auftritt der Strassenradfahrer Liechtensteins und der heimischen Radvereine bringen. Gold im Damenrennen ging an Jennifer Hohl, welche für den RV Schaan in die Pedale tritt. Zufrieden zeigt sich Elitefahrer Dimitri Jiriakov und Amateur Roman Stricker, während Marco Lippuner sehr enttäuscht war.

Letztes Wochenende fanden in Gansingen/Aargau die Schweizer Strassenrad Meisterschaften statt. Die Liechtensteiner Radvereine waren mit Dimitri Jiriakov, Roman Stricker, Marco Lippuner und der einzigen Dame Jennifer Hohl am Start. Letztere, welche für den RV Schaan startet, konnte das Damenrennen für sich entscheiden. „Noch nie in meinem Leben hatte ich so Beinschmerzen wie auf den letzten Kilometern dieser Schweizermeisterschaft. Im Ziel viel ich erschöpft zu Boden - jedoch vor Glück. Niemand hatte damit gerechnet, umso mehr bin ich jetzt nur noch glücklich“, so die Siegerin. Weniger gut lief es Dimitri Jiriakov vom RV Mauren. Der LRV Elitefahrer war nach einer 5-wöchigen Rennpause und 2.5 Wochen Totalausfall wegen Fieber, Grippe und Angina, zum ersten Mal wieder an einem Rennen am Start. „Da die Schweizermeisterschaft mein erstes grosses Saisonziel war, wollte ich natürlich trotz Rückschlägen ein gutes Rennen fahren. Mein Ziel musste ich natürlich auch sehr zurückschrauben. Ich hab mir fest vorgenommen, das Rennen zu Ende zu fahren“, so Jiriakov. Das Rennen über eine lange Distanz von 186 km wurde in der grössten Hitze gestartet. Wie erwartet, wurde schon in der ersten Runde sehr schnell gefahren. „Auch ich konnte das hohe Tempo nicht mithalten. Eine Runde später bildete sich eine Verfolgergruppe in der auch ich mit dabei war. Leider bekam ich starke Wadenkrämpfe und musste mich in die nächste Gruppe zurückfallen lassen“, so der Athlet des RV Mauren. Die lange Zwangspause merkte er dann von Runde zu Runde immer mehr. Er biss sich jedoch durch und klassierte sich am Schluss auf dem 34. Rang. „Für mich persönlich war es sehr wichtig, dieses Rennen zu beenden und Stärke zu zeigen. Ich denke, für die nächsten Rennen hat es mir sehr viel gebracht, auch die Moral ist jetzt wieder viel besser“, so Jiriakov abschliessend.

Glücklicher Stricker
Glücklich zeigte sich Amateur Roman Stricker, der beim U23 Rennen am Start war und 139 km zu bewältigen hatte. Bei einem ereignisreichen Rennen belegte er den 13. Schlussrang, womit er sich sehr zufrieden zeigte. „Ich bin mit meinem Rennen sehr zufrieden, da es meine erste U23 SM war und ich mein Ziel, unter die ersten Zwanzig zu fahren, erreicht habe“, so Stricker. Hierbei hatte es lange nicht so ausgesehen, als ob er reüssieren könne. „Ich spürte, dass alle Favoriten darauf aus waren, am Berg zur Spitzengruppe aufzuschliessen. Dies geschah, dann auch beim zweiten Aufstieg. Ich schaffte es aber nicht mit den vordersten mitzuhalten und so fehlten mir beim Bergpreis einige Meter zur Spitze“, so der Radsportler. Eine Runde später erfuhr er jedoch, dass sich die Spitzengruppe aufgeteilt hat, was bei ihm neue Kräfte freisetzte. „Ich dachte mir, jetzt muss ich probieren hinten im Feld eine weitere kleine Gruppe zu machen um dann, die aus der Spitzengruppe zurück gefallenen Fahrer wieder einzuholen. Dies gelang mir dann zwei Runden später am Berg auch. Wir waren rund 10 Fahrer, die sich auf die Verfolgung machten“, wie er ausführt. Dieses Engagement wurde dann auch belohnt, da er mit einer Dreiergruppe ins Ziel kam, von welcher er den Sprint um den 13. Rang gewann.

Enttäuschter Lippuner
Gar nicht nach Wunsch lief es Marco Lippuner beim U23 Rennen. „Ziemlich rasch spürte ich, dass meine Beine überhaupt nicht gut drehten. Ich konnte einfach nicht die ganze Leistung abrufen. Ich weiss nicht, an was es gelegen hat“, so Lippuner. Am Ende beendete er das Rennen auf dem für ihn enttäuschenden 31. Rang.

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