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Letztes Wochenende fanden in Nyon die U 23 Rad Schweizer Meisterschaften statt. Für Marco Lippuner vom RV Schaan verliefen die beiden Rennen sehr unterschiedlich. Während er im Zeitfahren mit dem 15. Rang sehr enttäuscht war, konnte er sich beim Strassenrennen mit dem 7. Schlussrang über eine Top-Ten Platzierung freuen. |
Nyon war letztes Wochenende Austragungsort der U23 Schweizer Meisterschaften im Strassenradsport. Mit am Start sowohl im Zeitfahren als auch beim Strassenrennen war Marco Lippuner vom RV Schaan. Für ihn waren diese beiden Rennen ein Wechselbad der Gefühle. „Das Zeitfahren war mein grosses Ziel für diese Saison, ich wollte um den Titel mitfahren. Die Form stimmte, dies stimmte mich sehr zuversichtlich und mein Selbstvertrauen war riesig“, so Marco Lippuner. Doch es kam ganz anders als erwartet. „Schon beim Einfahren spürte ich, dass meine Beine nicht die allerbesten waren. Schon bei wenig Intensität war mein Puls viel zu hoch, doch ich gab noch nicht auf und hoffte doch auf ein gutes Zeitfahren“, wie er ausführt. Doch bereits beim Beschleunigen von der Startrampe sprang seine Kette enorm. Er konnte auf den ersten 5 flachen Kilometern nie seinen Rhythmus finden. Dies hatte zur Folge, dass er schon zu Beginn viel zu viel Zeit verlor. Als es dann den Berg hoch ging, sprang seine Kette und verhakte sich sogar noch. Er musste mit dies richten und fuhr weiter, sein Rhythmus und das Selbstvertrauen waren jedoch weg. „Im Ziel fuhr ich mit einer sehr schlechten Zeit über die Ziellinie und am Ende schaute ein enttäuschender 15. Rang für mich heraus. Dies kann ich als das schlechteste Zeitfahren meiner Karriere betiteln“, wie er resümiert.
Top im Strassenrennen
Doch bereits drei Tage später fand das Strassenrennen statt und für ihn war es der Tag der Revanche. 130 km galt es zu absolvieren. Kurz vor Rennhälfte konnte sich eine Gruppe absetzen, jedoch ohne einen der Favoriten, so liess man die Gruppe erstmals entkommen. „Eine Runde später, nutzte ich meine Chance und fuhr mit drei weiteren Fahrern mit einem grossen Kraftakt zur Spitzengruppe vor. Nach ca. 10km schafften wir den Anschluss an die Spitzengruppe. Beinahe jedes Team war vorne vertreten, so war unsere Ausgangslage ziemlich gut um durchzukommen. Die Spitzengruppe harmonierte sehr gut und wir konnten unseren Vorsprung bei knapp 2 Minuten einpendeln“, so Lippuner. Auf der zweitletzten Runde begann sich die Gruppe am Berg zu verkleinern. Er konnte noch gut mithalten, spürte jedoch, dass sich Krampferscheinungen bemerkbar machten. Auf der letzten Runde wurde am Berg wieder attackiert, leider hatte er in beiden Beinen Krämpfe und musste abreissen lassen. Am Bergpreis hatte er 20 Sekunden Rückstand auf die sechs Spitzenfahrer, er gab nicht auf und versuchte, mit zwei weiteren Fahrern das Loch zu schliessen. Doch das Tempo vorne war auch ziemlich hoch, so schafften sie den Anschluss an die Spitze nicht mehr. Den Sprint der Verfolgergruppe gewann er ohne grosse Probleme, womit er als siebter die Ziellinie überquerte. „Ich fuhr ein starkes Rennen und hatte den richtigen Riecher, was die Gruppe betraf. Sehr schade, dass sich die Krämpfe ausgerechnet bei diesem Rennen melden mussten. Ich trank wohl in der Hitze des Gefechts zu wenig. Ich muss mich mit dem 7. Platz zufrieden geben. Eine Medaille wäre an diesem heutigen Tag sicher möglich gewesen, schade“, so sein Kommentar.
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