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News


Tuesday, September 12, 2006 Jiriakov neuer Strassenkönig

Im letzten Jahr musste Dimitri Jiriakov bei der Rad-Landesmeisterschaft noch Christian Frommelt den Vortritt lassen. Gestern drehte der 20-jährige Maurer den Spiess um, gewann als Dritter der Rominger Classic erstmals LM-Gold – vor Frommelt und dem überraschend starken Daniel Rinner.


«Ich bin sehr zufrieden, aber auch sehr überrascht. Denn damit hätte ich wirklich nicht gerechnet», freute sich Dimitri Jiriakov nach seinem Triumph. Der 20-jährige Elitefahrer aus Mauren war von Mitte Mai bis August ausser Gefecht. Das pfeiffersche Drüsenfieber liess weder Training noch Rennen zu.

Trotz fehlender Rennkilometer behauptete sich Jiriakov von Beginn an im vorderen Feld der insgesamt 574 Starter der 13. Rominger Classic. Die ersten Akzente setzte allerdings ein anderer LRV-Athlet, Daniel Rinner. Nach ruhigen Anfangskilometern attackierte der erst 15-jährige Fahrer des Teams «Atzmännig-Koga-Reitstahl» nach der Steigung St. Luziensteig und startete eine furiose Solofahrt. «Mein Ziel war klar, ich wollte gewinnen. Ich wusste, gegen so starke Gegner wird es im Sprint schwer, also ergriff ich die Flucht.» Bis zu drei Minuten betrug der Vorsprung des Nachwuchspedaleurs aus Mauren, trotz teils starken Gegenwindes.

Vetsch siegt im Sprint

 

In der Kategorie Männer Jahrgang 1966 und älter landeten der Vaduzer Ewald Wolf und Karlheinz Risch aus Triesen einen Liechtensteiner Doppelsieg. Schnellste FLDame war Langstreckenläuferin Kerstin Mennenga aus Balzers.

Während Rinner im Alleingang dem Ziel in Bad Ragaz entgegenstrampelte, bildete sich ab Oberriet eine sechsköpfige Verfolgergruppe, bestehend aus Patrick Vetsch, Thomas Girardi, Stefan Sulser, Rico Rüdisühli und den beiden Liechtensteinern Dimitri Jiriakov und Christian Frommelt. «Wir harmonierten sehr gut und konnten den Rückstand auf Rinner sukzessive verringern», schilderte Jiriakov, Sieger der Kleinstaatenspiele 2005, den weiteren Rennverlauf. In der letzten Steigung nach Oberschan wurde der von Krämpfen geplagte Rinner schliesslich eingeholt und von den Spitzenfahrern stehen gelassen. Auch der durch eine Erkältung gehandicapte Frommelt sowie Rüdisühli mussten abreissen lassen. So kam es nach 109,6 Kilometern zu einem Vier-Mann-Sprint um den Tagessieg. Als stärkster Spurter entpuppte sich Vorjahressieger Patrick Vetsch, er setzte sich hauchdünn vor Thomas Girardi, Dimitri Jiriakov und Stefan Sulser durch. Mit rund 50 Sekunden Rückstand auf den Sieger kreuzte Christian Frommelt als 5. die Ziellinie, sein Lohn war LM-Silber. Den ausgezeichneten 6. Platz, und damit LMBronze, sicherte sich Daniel Rinner, der im Sprint einer Verfolgergruppe sogar die Profis Cadel Evans (Aus) und Sebastian Lang (De) in die Schranken weisen konnte.

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