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Nach seinem eindrücklichen Sieg in Cham bestätigte Marco Lippuner erneut seine tolle Form. Zu einem erneuten Podestplatz reichte es bei der Waadtland-Rundfahrt allerdings nicht. Ein Sturz verhinderte einen möglichen Etappensieg des LRV-Athleten. |
«Ich wäre bestimmt aufs Podest gefahren, vielleicht sogar auf die oberste Stufe», ärgerte sich Marco Lippuner nach der vierten und letzten Etappe der Waadtland-Rundfahrt. Dabei hatte sich das Nachwuchstalent des Liechtensteiner Radfahrerverbandes (LRV) für das 7,9 Kilometer lange Zeitfahren, seiner Spezialdisziplin, so viel vorgenommen. «Als ich die Strecke besichtigt hatte, wusste ich, dass heute einiges möglich ist und ich bin topmotiviert an den Start gegangen», so Lippuner. Und sein Gefühl täuschte ihn nicht: «Einen Kilometer vor dem Ziel war mir klar, dass sich mein Vorhaben ausgeht und dass sogar der Sieg möglich ist.»
Doch nur 200 Meter später platzte der Traum von Lippuner. In einer 180-Grad-Kurve rutschte dem LRV-Fahrer das Hinterrad weg und ehe er sich versah, lag er auch schon auf dem Boden. Aufgeben wollte Lippuner jedoch nicht. Er raffte sich auf, trat nochmals kräftig in die Pedale und kam mit der 19. besten Zeit ins Ziel. «Trotz des Sturzes verlor ich auf den Sieger lediglich 24 Sekunden, da sieht man wie gut ich unterwegs war. Ich habe alles riskiert und jetzt ist es leider nicht aufgegangen - Top oder Flop, so ist das nun mal bei einem Zeitfahren. Jetzt weiss ich aber, dass ich auch ein internationales Zeitfahren ganz vorne beenden kann. Nun freue ich mich schon auf die Schweizer Meisterschaft in zwei Wochen. Dort will ich dann aufs Podest.»
Im Gesamtklassement klassierte sich Lippuner auf Rang 24. Den Prolog über 2,5 Kilometer beendete er als 10. und die zweite Etappe über 112 Kilometer als 14. «So lag ich zwischenzeitlich auf Platz 8 und wollte diesen Rang unbedingt halten. Ich wusste aber, dass dies nicht einfach werden wird, denn der 15 km lange Schlussanstieg nach Morgins bei der 3. Etappe gehört nicht unbedingt zu meinen Vorlieben.» Und so kam es: Lippuner setzte sich 10 Kilometer vor der Bergankunft an die Spitze, konnte seinen Vorsprung von 1,20 Minuten jedoch nicht halten und verlor am Ende sogar 3,16 Minuten auf den Sieger. «Die Chance auf eine gute Platzierung im Gesamtklassement war somit gleich Null. Nach dieser Rundfahrt kann ich aber mit gutem Gewissen sagen, dass meine Form jetzt ziemlich gut ist. Ich habe noch Defizite, in denen ich mich jetzt noch verbessern muss.»
Kein Glück hatte der zweite LRV-Starter, Roman Stricker. Er musste die Rundfahrt wegen einer Magenverstimmung bereits nach den ersten 80 Kilometern vorzeitig beenden.
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