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Einen grossen Erfolg feierte Benjamin Pahud beim Strassenrennen «Rund um die Rigi» (Oscar-Camenzind-Trophy) in Gersau. Das Nachwuchstalent des Liechtensteiner Radfahrerverbandes (LRV) setzte sich im Zielsprint vor Patrick Luternauer (VC Pfaffnau) und seinem Teamkollegen Silvan Dillier (GS Schumacher-Aeroflex-Slowup) durch und sicherte sich so den Sieg. |
Das traditionsreiche Rennen verlief ganz nach dem Geschmack von Benjamin Pahud: Bereits nach den ersten, von insgesamt 55,4 Kilometern, waren geprägt von heftigen Angriffen einzelner Gruppen und so wurde das Feld schon frühzeitig auseinandergerissen. «Bejamin hielt sich eher zurück und fuhr in der ersten Hälfte rein taktisch», informierte sein Vater André. Und sein Sohn sollte Recht behalten: Aus den vielen Tempowechseln seiner Kontrahenten resultierten kraftraubende Aufholjagden mit heiklen Manövern, die die volle Konzentration der Rennfahrer erforderten. In der Folge stürzten mehrere und sorgten dadurch für zusätzliche Unruhe und Nervosität im Rennverlauf.
Zwischen Küssnacht und Arth/ Goldau wurde die Geschwindigkeit vom Hauptfeld weiter hoch gehalten. Einzelne Athleten drückten in diesem Abschnitt massiv aufs Tempo und versuchten, sich vor dem Anstieg auf die Schwyzerhöhe abzusetzen. Die erste Verfolgergruppe, zu der auch Pahud gehörte, liess die Ausreisser jedoch nicht entkommen und fuhr geschlossen und mit voller Kraft in den Berg hinein. Der LRV-Fahrer setzte seinem Teamkollegen Silvan Dillier (GS Schumacher-Aeroflex-Slowup) nach und schoss in den Anstieg hinein, um die dreihundert Höhenmeter in Angriff zu nehmen. Auf dem Weg hinauf zur Schwyzerhöhe - und damit in Richtung des Bergpreises - erhöhten Pahud, Dillier und Patrick Luternauer den Rhythmus: Luternauer holte sich den Bergpreis, direkt vor Dillier und Pahud, die sich so Wertungspunkte gutschrieben.
Mit 90 km/h ins Tal
Mit einem atemberaubenden Tempo von über 90 km/h rasten die Cracks danach die steilen Rampen nach Brunnen hinunter und gaben auf den sieben Kilometern nach Gersau nochmals so richtig Gas. Mit teils 53 km/h düsten sie dem See entlang in Richtung Ziel und distanzierten die Verfolger um rund 40 Sekunden. Auf der Zielgeraden vermochten gerade noch vier Fahrer den Druck aufrechtzuerhalten. Sie lieferten sich einen spannenden Finish: Pahud spurtete bis zweihundert Meter vor dem Zielstrich am Hinterrad seines Teamkollegen, drehte dann voll auf und sicherte sich so den Sieg vor Luternauer und Dillier.
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