Markus und Lukas Schönenberger vertreten Liechtenstein zum zweiten Mal nach 2017 an der Radball-Weltmeisterschaft. Diese wird vom vom 23. bis 25. November in Liège (Belgien) ausgetragen. Als Sieger der Gruppe B will Liechtenstein den Titel verteidigen.

Hallenrad. Erstmals seit 1986 wird die Weltmeisterschaft wieder in Belgien ausgetragen. Allein schon diese Tatsache verspricht einen ganz besonderen Anlass. Vieles hat sich für die Goldmedaillengewinner Markus und Lukas Schönenberger seit der Weltmeisterschaft 2017 nicht verändert. Lukas Schönenberger, Schweizer Meister 2014, belegte in der diesjährigen Meisterschaft der NLA zusammen mit Joël Schnellmann den 5. Rang. Damit blieb das Team knapp unter den persönlichen Erwartungen, wäre doch eine Medaille in Griffnähe gewesen. Markus Schönenberger kam als Ersatzmann zu Einsätzen in der NLB und der Erstliga und konnte damit punktuell Spielpraxis sammeln. Sich wieder intensiver dem Radball zu widmen stand nicht zur Diskussion. Neben Beruf, Partnerschaft und Vater eines siebenjährigen Sohnes wird er ab 1. Januar 2019 Feuerwehrkommandant der Feuerwehr Mosnang und ist somit in vielen Bereichen stark engagiert.

Gemeinsame Vorbereitung
Die Leidenschaft für seinen Sport wird dem 36-Jährigen aber auch an der Weltmeisterschaft in Belgien ins Gesicht geschrieben sein. Als gemeinsame Vorbereitung absolvierten die Schönenberger-Brüder das Olma-Turnier in St.Gallen. In einem der besten Turniere der Schweiz, spielten sie gegen Frankreich und Belgien – zwei Teams aus der Gruppe A. «Lukas und Markus Schönenberger zeigten gute Leistungen, waren nicht chancenlos, verloren aber schliesslich die beiden Partien», so Betreuer Pascal Schönenberger.

Dankbar für WM-Erfahrung
Schönenbergers sind froh um die Erfahrungen aus der Weltmeisterschaft vor einem Jahr in Dornbirn: «Wir wissen jetzt was organisatorisch und bezüglich der Stimmung auf uns zu kommt.» Das Aufgebot und die Stärken der Gegner werden sie erst in den Trainings, respektive in den Spielen vor Ort sehen. Liechtenstein startet am Freitag, 23. November, um 9 Uhr gegen Canada ins Turnier. Später trifft es auf Armenien, Malaysia und Hong Kong. Gegner, die durchaus zu schlagen sind. Richtig ernst wird es dann am Samstag mit dem Spiel gegen Japan um 8 Uhr früh. Danach treffen die Liechtensteiner auf Ungarn. Ob der sanfte Start ein Vorteil ist? Laut Delegationsleiter Pascal Schönenberger schwierig zu beurteilen: «Einerseits ermöglicht es uns gegen einen schwächer eingestuften Gegner erfolgreich ins Turnier zu starten und sich dabei zum Beispiel der Bodenbeschaffenheit anzunähern. Andererseits wird man am 3. Tag in Belgien je nach Schlafqualität bereits etwas müde sein. Schön wäre es gewesen, am späteren Freitag gegen einen stärkeren Gegner zu spielen.»

Gute Stimmung und Gold
«Wir hoffen auf eine gute Stimmung und darauf, dass das Team Liechtenstein seinen Titel aus dem Vorjahr verteidigen kann», formuliert LRV-Präsident Paul Kind die Ziele von Seiten des Verbandes. Dies ist auch die Motivation von Schönenberger/Schönenberger: «Wir wollen den Titel der Gruppe B verteidigen und sich danach im Aufstiegsspiel möglichst gut aus der Affäre ziehen.» Im letzten Jahr scheiterten sie im Penaltyschiessen mit 5:6 Toren äusserst knapp an Frankreich.

Noch freie Plätze im Fancar
Begleitet wird das Team Liechtenstein durch eine Fangemeinschaft. Noch sind Tickets für Kurzentschlossene vorhanden. Interessenten melden sich bei Pascal Schönenberger unter chiccodietfurt@hotmail.com. Der Fancar wird bereits in der Nacht auf Donnerstag, 22. November, nach Belgien reisen.

Radball selber ausprobieren?
Für alle die das Spiel auf dem Drahtesel probieren möchten, organisiert der RMV Mosnang, dem die beiden Schönenberger-Brüder angehören, vom 21. bis 23. und am 28. und 29. Dezember das Radball-Grümpelturnier. Anmelden unter: www.rmv-mosnang.ch lrv

Bild: Das Team Liechtenstein vor der Mission Titelverteidigung (von links): Markus, Lukas und Pascal Schönenberger (Delegationsleiter) sowie Rafael Wohlgensinger (Nationaltrainer). Bild: zVg

Next News Item →Der LRV geht gemeinsam erfolgreich in die Zukunft

Zur Werkzeugleiste springen