Das Mountainbike-Team Sportschule Liechtenstein II gewinnt an der UEC Jugend-Europameisterschaft in Pila im Aostatal (It) Gold.

Mountainbike. Die Liechtensteiner Hymne ertönt an der Siegerzeremonie für Gold an der UEC Jugend-Europameisterschaft in der Kategorie U15! Damit feiert die Sportschule einen tollen ersten internationalen Erfolg und erntet damit die ersten Früchte für die langjährige Nachwuchsarbeit des Liechtensteiner Radfahrerverbandes mit Trainer Urs Graf.
Ein Erfolg, der ohne die hervorragenden Rahmenbedingungen der Sportschule Liechtenstein nicht möglich gewesen wäre.

Guter Start im Zeitfahren
Die Sportschule Liechtenstein ging im auf 1800 m ü M. gelegenen Pila mit vier Teams – drei in der U15 und einem Team U17 an den Start. Ein Team besteht aus drei Fahrern, wobei mindestens ein Mädchen dabei sein muss. Sämtliche Sportschüler des Liechtensteiner Radfahrerverbandes nehmen an der Meisterschaft teil, wobei die Teams dank einer sehr guten Partnerschaft mit Fahrern aus der Schweiz komplettiert werden konnten. Start war bereits am Mittwoch mit einem kurzen Einzelzeitfahren von rund zwei Minuten. Mit diesem wurde die Startposition für den Team-Event von gestern sowie das Einzel-Cross-Country-Rennen vom Samstag ermittelt.

Klare Taktik
Erster Höhepunkt war die Team-Staffel auf dem technisch anspruchsvollen Crosscountry-Kurs. Das Team Sportschule Liechtenstein II mit Romano Püntener, Livio Stefani aus Weinfelden und Lorena Cadalbert aus Chur konnte dabei aufgrund der Top-Ergebnisse im Zeitfahren aus der sehr guten Position 5 starten. Die Taktik der drei war klar: voller Angriff. Startfahrer Livio Stefani konnte bereits nach wenigen Metern die zweite Position einnehmen und einige Sekunden vor den Verfolgern in den ersten Sprung, der den Start der technischen Passagen darstellte, gehen. Nach einer starken Leistung übergab Stefani auf Position 2 an Lorena Cadalbert, die nach wenigen Metern die Führung übernahm. Aufgrund der verschiedenen Team-Taktiken (wann wird das Mädchen auf die Strecke geschickt), war zu erwarten, dass Lorena Cadalbert von Knaben der anderen Teams bedrängt werden würde. Sie zeigte allerdings eine herausragende Leistung und übergab als Dritte an Romano Püntener aus Schaan. Seine Aufgabe war klar: 1:06 min Rückstand aufholen!

Ein Traum wird erfüllt
Entsprechend fokussiert nahm er den Kurs in Angriff und konnte nach zweihundert Metern bereits auf Position 2 vorstossen. Dank konstant sehr schnellem Tempo und seinen hervorragenden technischen Fähigkeiten lag er bei der letzten Tech-Zone nur noch einen Hauch hinter der führenden Fahrerin aus Italien zurück und hatte über eine Minute Rückstand wettgemacht. Gleich beim ersten Angriff auf die Spitze konnte er passieren und den Vorsprung bis ins Ziel auf 30 Sekunden ausbauen.
«Mit dem Europameistertitel geht für uns drei Athleten ein angestrebtes Ziel – ein Traum – in Erfüllung», so Romano Püntener nach dem Rennen. Entsprechend gross waren die Emotionen beim Abspielen der Landeshymne auf dem Siegerpodest.


Ebenfalls hervorragende Leistungen zeigten die weiteren LRV-Sportschüler mit ihren Teams. Sportschule Liechtenstein I (Nora Fischer, Felix Sprenger, Marco Püntener) belegten den 28. Rang (alle im jüngeren Jahrgang) und Sportschule Liechtenstein III mit Flavio Knaus Rang 19 bei 73 gestarteten Teams.
Nicole Göldi im U17 Team Sportschule Liechtenstein I konnte den 28. Rang bei 85 gestarteten Mannschaften feiern. Umso beachtlicher, als dass der Startfahrer nach einem Massensturz als letzter auf die Runde ging. lrv

 

Bild: Freuen sich über Gold (von links): Livio Stefani, Lorena Cadalbert und Romano Püntener. Bild: lrv

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