Idyllisch oberhalb von Dux auf einem schönen Parcours wird am Samstag das vierte Dux-Race ausgetragen. Im Rennen der Elite werden zugleich die Landesmeister ermittelt. Ein Event, der nicht ohne zahlreiche Helfende durchgeführt werden könnte. Einer von ihnen ist Streckenchef Thomas Hollenstein.

Die Arbeit des Streckenchefs ist eine grosse Herausforderung. «Ich will den Fahrern, den Zuschauern und den Betreuern einen interessan

ten Parcours bieten», so Thomas Hollenstein. Der in Balzers lebende, gebürtige Appenzeller Vorderländer, hat sich bereits als 13-Jähriger dem Radrennsport verschrieben. Er fuhr während 8 Jahren Strassenrennen. Dann rückten Beruf und Familie in den Vordergrund. Seine drei Mädchen Lona, Mareen und Jael brachten in zurück zum Radsport. Fortan half Vater Hollenstein beim Aufbau eines Schülertrainings. Seine Mädchen gingen neue Wege. Mareen ist amtierende Schweizer Meisterin U18 im Judo, Jael hat sich dem Synchronschwimmen verschrieben. Sie und Lona haben aber noch heute Spass am Biken. Dem RV Schaan aber ist nur Vater Thomas treu geblieben.

Nachwuchs motiviert
Als Berufssoldat schätzt er den Ausgleich auf dem Mountainbike: «Ich kann nach einem intensiven Tag den Kopf lüften und abschalten.» Wenn immer es geht unternimmt er eine Mountainbike-Tour. Am liebsten fünfmal die Woche, im Minimum dreimal. In der Regel trainiert er am Donnerstagabend und jeden zweiten Samstagmorgen als einer der Trainer den Nachwuchs des RV Schaan. Er ist mit Herzblut dabei. Dies seit den Anfängen des Kindertrainings vor gut 9 Jahren. Damals wurde das Training mit vier Kindern aufgenommen. Immer mehr kamen dazu. «Es war schön zu sehen, wie die Kinder fleissig trainierten und immer besser wurden. Das motiviert, die Arbeit weiterzuführen», erzählt Hollenstein.

«Just for Fun» am Start
Gerne bestreitet Hollenstein auch selber Rennen: «So sehe ich was bei Rennen abgeht und kann die Erfahrungen auch glaubwürdig weiter geben.» Der Entscheid, wann er am Start steht, fällt nach dem Lust-und-Laune-Prinzip.» Dieses Jahr bestritt er drei Rennen des Swiss Bike Cups. Würde es ihn nicht reizen, die gesamte Serie zu fahren? «Reizen schon. Ist aber am Wochenende ein familiärer Anlass, erhält jener Vorrang.» Zudem sei der Aufwand bereits bei den Fun-Kategorien extrem hoch, will man sich Ambitionen auf einen Spitzenrang machen. Deshalb heisst Thomas Hollensteins Motto: «Just for Fun.»

Professionalisierung im Nachwuchs
Beobachtet er die Entwicklung im Nachwuchsbereich des Mountainbikesportes, sei alles viel professioneller geworden: Vor 9 Jahren sah man die Kids noch selten auf den Rollen einfahren. Heute ist es üblich. Zudem sei die Rennbetreuung in den Anfängen des RV Schaan viel geringer gewesen. Auch das Training in Schaan sei heute viel professioneller als vor 9 Jahren. «Zum Beispiel haben wir selber Hindernisse gebaut und das Training stetig ausgebaut.» So wird heute samstags das ganze Jahr trainiert und anstelle des Donnerstagstrainings im Freien im Winter in der Halle. Um seinen Ideenschatz zu erweitern hat sich Thomas Hollenstein neben dem Mountainbiketrainer J&S zum J&S-Kindersport Polysportiv ausbilden lassen.

Dux-Race und Swiss Bike Cup
Thomas Hollenstein ist im RV Schaan Rennchef, Streckenchef, Vizepräsident und Trainer. Derzeit steckt er mitten in den Vorbereitungen für das Dux-Race vom Samstag. Er weist die Streckenposten und die Helfer ein und sperrt die Strecke ab. «Die Herausforderung ist, dass die Strecke rechtzeitig steht und das Rennen reibungslos über die Bühne geht. Das Dessert ist danach das Aufräumen, das einfach dazu gehört, aber nicht mehr sein sollte», lacht Hollenstein. Dies sei beim kleinen Dux-Race wie auch beim Swiss Bike Cup so.

Hart, aber schön
Am meisten am Herzen liegt Thomas Hollenstein die Arbeit des Trainers. Übernimmt er eine jüngere Gruppe, besteht die Hauptarbeit im spielerischen Erlernen der technischen Grundlagen. Bei den älteren und stärkeren Fahrern wird auf Ausdauer und das Fahren von neuen Strecken zur Herausforderung.
«Es ist spannend zu sehen, wie einem Fahrer wie Loris Dal Farra, Konstantin Alicke und Romano Püntener, mit denen man die ersten Versuche auf dem Mountainbike machte, auf einmal um die Ohren fahren», lacht Hollenstein und freut sich zugleich über deren Rennerfolge. Sie seien bei jedem Wetter ins Training gekommen, hätten an die Finger gefroren und trotzdem hart an sich weiter gearbeitet: «Da freut man sich einfach, wenn sich auch der Erfolg einstellt.» Für Thomas Hollenstein persönlich sind die härteste Erlebnisse jeweils die schönsten: «Dann, wenn ich irgendwo auf einem Berg stehe und das Panorama geniessen kann, dann bin ich zufrieden.»

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