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Jagd nach UCI-Punkten im neuen Nationaldress

Mountainbike. Den beiden Liechtensteiner Mountainbikern Flavio Knaus und Romano Püntener steht ein bedeutendes und spannendes Jahr mit dem Aufstieg in die Junioren-Kategorie bevor. Erstmals bestreiten sie die internationale UCI Junior-Serie, sozusagen den Junioren-Weltcup, werden im…

Mountainbike. Den beiden Liechtensteiner Mountainbikern Flavio Knaus und Romano Püntener steht ein bedeutendes und spannendes Jahr mit dem Aufstieg in die Junioren-Kategorie bevor. Erstmals bestreiten sie die internationale UCI Junior-Serie, sozusagen den Junioren-Weltcup, werden im PROFFIX Swiss Bike Cup um gute Resultate kämpfen und wollen sich für Europa- und Weltmeisterschaften qualifizieren.

Rennbekleidung in Landesfarben
Der Fokus der beiden 17-Jährigen gehört derzeit der sportlichen Vorbereitung. Doch auch im Umfeld muss gearbeitet werden. Dass das erste internationale Rennen langsam näher rückt zeigte sich bei der Trikotübergabe des Liechtensteiner Radfahrerverbandes LRV. Mit grosser Freude nahmen die beiden Fahrer die Rennbekleidung in den Landesfarben entgegen. «Es macht mich sehr stolz für das Land zu starten und es an internationalen Rennen vertreten zu dürfen», sagt Romano Püntener. «Das Trikot ist in den Farben unserer Heimat, wo wir jeden Tag trainieren und unsere Familie und Freunde haben, das finde ich cool», ergänzt Flavio Knaus.

Teamgeist ist wichtig
Dass sie die erste internationale Saison am 10. April beim UCI Junior Series-Rennen in Nals (Südtirol) gemeinsam in Angriff nehmen können, erachten Romano Püntener und Flavio Knaus als Vorteil. Auch wenn der Mountainbikesport grundsätzlich ein Einzelsport ist, ist der Teamgeist für Trainings, Streckenbesichtigung und Rennvorbereitung wichtig. «Wir kennen uns seit unseren ersten Versuchen auf den Rennstrecken, kommen gut aus und können uns gegenseitig pushen und motivieren», präzisiert Romano Püntener.

Wichtige, mentale Vorbereitung
Durch die Corona-Situation sowie dem Start in die Ausbildung trainierten die jungen Sportler oft alleine. Nach einem guten Grundlagentraining im Winter galt das Hauptaugenmerk in den letzten Wochen den intensiven Einheiten mit Intervalltraining sowie der Schnelligkeit und Explosivität.
Das Ziel ist klar: Romano Püntener und Flavio Knaus wollen möglichst schnell UCI-Punkte ergattern. Denn, wer Punkte hat, kann sich beim Start weiter vorne aufstellen. Der Start aus den hinteren Rängen ist eine grosse Herausforderung. Romano Püntener will sich darauf vor allem mental vorbereiten: «Man muss flexibler sein, weil viel mehr passieren kann, was den Fahrer dazu zwingt, kurzfristige Entscheidungen treffen zu können.» Flavio Klaus ist überzeugt, dass man diese neue Ausgangssituation bereits im Training simulieren kann: «In der ersten Rennrunde müssen wir viel investieren, um möglichst viele Ränge gut zu machen und danach das Tempo hochhalten.»

Erste Rennen als Standortbestimmung
Beide Fahrer freuen sich auf den Kalender mit vielen neuen Rennen. Romano Püntener: «Doch auch der PROFFIX Swiss Bike Cup hat weiterhin einen äusserst hohen Stellenwert. Die Schweizer Rennserie überzeugt mit sehr guten Strecken und starken Fahrern und ist die Nachwuchsschmiede für Schweizer und Liechtensteiner Mountainbiker. Zudem können auch hier UCI-Punkte gesammelt werden.» Die ersten Rennen sind Standortbestimmung. «Erst dann werde ich mir konkrete Ziele für Mitte und Ende Saison setzen», so Romano Püntener. Das erste Rennen der UCI Junior Series erachtet auch Flavio Knaus als Standortbestimmung: «Ich freue mich auf die neue, internationale Konkurrenz, werde sehen, wo ich mich verbessern muss, oder wo ich im Training feilen kann.»

Lernprozess für die Zukunft
Püntener und Knaus beschäftigen sich bereits mit den Strecken, um möglichst gut vorbereitet zu sein. «Zum Teil kennt man sie aus den Weltcup-Übertragungen der Profis», erzählt Flavio Knaus. Darüber hinaus erkundigen sich die beiden Sportler im Internet oder Instagram, befragen Kollegen oder Trainer über Höhenmeter oder technische Schwierigkeiten. Urs Graf, Liechtensteiner Nationaltrainer und Trainer des Jahres 2018, will die beiden Fahrer möglichst an alle Rennen begleiten. Er kennt alle Strecken. Er fände es schade, wenn die Junioren die Strecken bereits vor der eigentlichen Rennvorbereitung besichtigen würden: «Sie müssen jetzt lernen auf neuen Parcours zu fahren und es als Lernprozess erachten, eine Strecke in kurzer Zeit kennenzulernen. Das ist eine wichtige Fähigkeit für die nächsten Schritte als Rennfahrer.» Gleichzeitig warnt er: «International sind nicht mehr alle Fahrer auf der Strecke so nett wie in der Schweiz.»

Vom Erfolg überzeugt
Bei ihren ersten Erfahrungen an internationalen Rennen traut Urs Graf den beiden Junioren einiges zu. «Flavio muss in den ersten Rennen wohl in härteres Brot beissen. Seine Fähigkeiten sind aber ebenso zweifelsfrei wie diejenigen von Romano, der bereits in seiner ersten internationalen Saison in die Top 20 fahren kann.» Das Wichtigste aber sei, dass die Fahrer motiviert seien und der Grundaufbau stimme: «Deshalb bin ich von einem langfristigen Erfolgserlebnis überzeugt. Erwartungsdruck kennen die beiden Rennfahrer nicht: «Druck ist, was wir uns selber auferlegen.»
Auch Verbandspräsident Paul Kind freut sich auf die bald startende Saison: «Für mich sind diese internationalen Einsätze Beweis für eine gute Aufbauarbeit. Ich bin stolz, dass Flavio Knaus und Romano Püntener so weit gekommen sind und hoffe, dass es mit diesem Erfolg weiter geht.»

Die Covid-Situation bei den Mountainbikern
Aufgrund der Covid-Situation mussten die Mountainbiker vermehrt alleine trainieren, anstelle in der Gruppe. Ein Trainingslager von Romano Püntener wurde abgesagt. An den Rennen wird meist nur eine Betreuungsperson zugelassen. «Dies ist schade, kann doch ein Rennen aus der Tech-Zone nicht gleich gut analysiert werden, wie wenn man sich sonst auf der Strecke bewegen kann. Doch mit dieser Regel kämpfen alle», erklärt Liechtensteins Nationaltrainer Urs Graf. Auch können die jungen Athleten die Profis bei ihrem Renneinsatz nicht auf der Strecke beobachten und die Rennen werden ohne Zuschauer stattfinden. «Daran muss man sich gewöhnen», so Romano Püntener. lrv

Legende: Flavio Knaus (links) und Romano Püntener freuen sich die neue Rennbekleidung bald bei ihrem ersten Einsatz in der UCI Junior Series überstreifen zu können.

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