Die Liechtensteiner Mountainbike-Spezialisten Felix Spren-ger und Romano Püntener stehen zusammen mit Nationaltrainer Urs Graf vor den Buchstaben «N» und «S» von Crans-Montana. Die Destination im Wallis, vordergründig bekannt als Wintersport- und Golfmekka , ist derzeit Austragungsort der Mountainbike-Weltmeisterschaft im Cross Country.

Während der WM-Woche wohnt das Liechtensteiner Team in einer Wohnung rund zehn Minuten vom Start- und Zielgelände entfernt. Dort bereiten sich die beiden U23-Fahrer auf ihren Einsatz am Samstag um 11 Uhr vor. Püntener wird mit der Startnummer 44 an den Start gehen, Sprenger mit der 82.

Reis, Teigwaren, Fleisch und eine Fruchtwähe

Die Unterkunft dient als Rückzugsort zum Entspannen. Für Ablenkung sorgt ein Tischfussballkasten, in der Küche wird eifrig selbst gekocht. Kohlenhydratreserven sind vor einem intensiven Rennen wichtig. Teigwaren, Reis, Gemüse und Früchte sowie zuletzt ein langsam gegartes Stück Rindfleisch standen auf dem Menüplan. Besonders gut geschmeckt hat die selbst gebackene Fruchtwähe. Ab heute setzen die Fahrer auf leicht verdauliche Kost wie Reis, Pasta, etwas Poulet und wenig gut verdaubares Gemüse und Früchte.

Am Mittwoch inspizierten Sprenger und Püntener zusammen mit Urs Graf rund zwei Stunden lang die 3,8 Kilometer lange Strecke mit 160 Höhenmetern. Auch ein Besuch bei Mechaniker Felix Klein sowie eine Massage bei Physiotherapeut Tobias Hollenstein standen auf dem Programm. Das gestrige Staffelrennen und das heutige Juniorenrennen verfolgen die Liechtensteiner an aus ihrer Sicht rennentscheidenden Schlüsselstellen.

Nicolas Fischer, der Allrounder im «Thömus»-Team und Partner von Short-Track-Weltmeisterin Alessandra Keller fährt die Strecke nochmals ab und liefert wertvolle Video-Analysen, die auch dem Liechtensteiner Team zugutekommen.

Hart trainiert wird nicht mehr, hart wird das Rennen

Heute geht es für Sprenger und Püntener noch einmal auf den Kurs, um sich letzte Details einzuprägen und den Puls hochzutreiben. Hart trainiert wird nicht mehr, denn hart wird das Rennen. Die natürliche Strecke ohne lange Anstiege gefällt den Liechtensteinern. Gegenüber dem letztjährigen Weltcuprennen wurden einige Passagen entschärft, um die Verletzungsgefahr zu senken.

Die Ziele sind klar: Romano Püntener will unter die Top 25, Felix Sprenger peilt die Top 40 an. (eingesandt)

Live dabei

Der Wettkampf der U23 Männer wird live gestreamt über die SRF Sport App und srf.ch/sport.

Bild: Felix Sprenger, Urs Graf und Romano Püntener. Bild: Martin Püntener