Die Mountainbiker starten mit einer Premiere in die Weltcupsaison: Erstmals in der Geschichte gastiert die Elite der Cross-Country-Fahrer in Südkorea. Mit dabei die beiden Liechtensteiner Romano Püntener und Felix Sprenger, welche die Rennen der U23 bestreiten werden. Gastort ist Yongpyong, das Skiresort, wo Tina Weirather bei den Olympischen Spielen 2018 Bronze im Super-G gewann. Bei der Besichtigung des Ortes wurden Felix Sprenger und Romano Püntener durch Sprungschanze, Biathlonarena, Bobbahn und das Olympische Dorf an den Grossanlass erinnert. Die Atmosphäre ist aber eine andere, der Ort praktisch menschenleer. Nach einer rund 24-stündigen Anreise mit sieben Stunden Zeitunterschied hiess es für die Liechtensteiner Athleten, sich zu akklimatisieren und die Region bei ersten Trainings kennenzulernen. Die Landschaft und das Klima sind ähnlich wie in der Schweiz. Der Ort liegt auf rund 700 Meter Höhe, wo die Temperaturen zwischen 4 und 15 Grad variieren.

Auf der Suche nach Pasta und Brot

Auch vor einige organisatorische Herausforderungen wurden die Liechtensteiner Mountainbiker gestellt, vor allem, was das Essen anbelangt. Im Convenience-Store hiess es, die geeigneten Lebensmittel zu finden. Schliesslich fanden sie im Nachbardorf eine Bäckerei und auch die gesuchte Pasta konnte schliesslich gekocht werden.

Technische und schnelle Strecke

Am Mittwoch besichtigten sie zu Fuss erstmals die Weltcupstrecke und sammelten erste Eindrücke. Es ist eine technische Strecke auf sandigem Untergrund, physisch anspruchsvoll und schnell. «Sie gefällt mir», so Felix Sprengers Reaktion nach dem ersten Augenschein. «Ich finde es gut, dass die Strecke bisher niemand kennt und sie somit für alle neu ist», sagte Romano Püntener: «Es gibt zwei längere, abwechslungsreiche Aufstiege, der steilere ist im Wald, eine Steilwandkurve, einige künstliche Elemente. Ich finde sie cool.» Nun heisst es heute alle möglichen Linien kennenzulernen. Rund drei Stunden haben die Athleten dafür Zeit. «Richtig schwierige Stellen, die man sich im Voraus zu Fuss ansehen müsste, gibt es nicht», so Püntener. So werden einer ersten langsamen Runde zügigere Abschnitte folgen, um die verschiedenen Linien zu testen und die Ideallinie zu finden. Geheimnisse unter den Fahrern wird es keine geben: «Man sieht sich auf der Strecke und die Liechtensteiner und Schweizer Fahrer werden verschiedene Stellen untereinander besprechen.»

Short-Track-Premiere für Sprenger

Am Freitag um 4.25 Uhr MEZ (11.25 Uhr in Südkorea) wird das Short-Track ausgetragen. Püntener geht mit Startnummer 21 an den Start, Sprenger mit Nummer 27. Dabei feiert er seine Weltcup-Feuertaufe über die kurze Distanz: «Darauf freue ich mich riesig.» Am Sonntag um dieselbe Zeit geht es auf den Cross-Country-Parcours.

Bild: Romano Püntener und Felix Sprenger nach der ersten Besichtigung der Weltcupstrecke beim Zielbogen in Yongpyong. Bild: Martin Püntener