Auch im Cross-Country ist der Saisonauftakt geglückt. Nach den Plätzen 12 und 18 im Short Track konnten die LRV-Fahrer Romano Püntener und Felix Sprenger mit den Rängen 10 und 12 erneut ein kräftiges Ausrufezeichen setzen. Zwei Athleten in den Top Zwölf zu klassieren, gelang neben Liechtenstein nur Norwegen und der USA.

Das Rennen in Yongpyong (Südkorea) glich phasenweise eher einem Crosslauf. Nach einer regnerischen Nacht war der Untergrund des neuen Rundkurses extrem schlammig und rutschig. Dies führte dazu, dass über ein Viertel der Strecke gelaufen werden musste – darunter zwei der drei jeweils fünfminütigen Anstiege. In den Abfahrten ging es aufgrund der Bedingungen chaotisch zu. Die U23-Fahrer Püntener und Sprenger waren sich einig: «So etwas haben wir noch nie erlebt.»

Aufholjagd dank starker Moral

Das Duo startete bei der Weltcuppremiere auf asiatischem Boden aus den Reihen 2 und 3 und passierten die erste Zieldurchfahrt auf den Positionen 14 und 18. Ab der dritten von sechs Runden zog sich das Feld stark auseinander. Püntener und Sprenger bewiesen eine starke Moral, arbeiteten sich dank technisch sauberer Fahrweise kontinuierlich nach vorne und erreichten das Ziel schliesslich auf den hervorragenden Plätzen 10 (Püntener) und 12 (Sprenger). Dabei fehlten Püntener nur gerade 26 Sekunden auf die Top Acht.

«Ich bin mit dem Resultat sehr zufrieden. Als ich Anfang der Woche den Parcours mit den vielen Höhenmetern sah, hätte ich dieses Ergebnis sofort unterschrieben, gleicht der Kurs leider nur sehr wenig einer Cross-Country-Strecke, die technische Fähigkeiten voraussetzt. So freute ich mich, als es zu regnen begann», resümierte Püntener im Ziel.

Auch Felix Sprenger erreichte sein Ziel, die Top 20, mit Rang 12 deutlich: «Nach der guten Vorbereitung war dies für mich keine Überraschung. Die vielen Laufpassagen kamen mir zwar nicht entgegen, dennoch habe ich im Nachhinein das Gefühl, dass sogar noch mehr möglich gewesen wäre.»

Nächster Halt: Nové Město

In drei Wochen stehen die nächsten Weltcuprennen im tschechischen Nové Město an. Die hervorragenden Ergebnisse zum Auftakt sorgen für eine Extraportion Motivation. Besonders erfreulich: Dank seiner Konstanz in den ersten beiden Saisonrennen ist Romano Püntener nun erstmals in den Top Ten des Gesamtweltcups klassiert. Felix Sprenger profitiert ebenfalls, ist 15. des Gesamtweltcups, und kann sich durch die gewonnenen UCI-Punkte in der Startaufstellung weiter nach vorne arbeiten. In Nové Město wird das Starterfeld grösser und die Bedingungen anders sein. Damit folgt dort nächste Standortbestimmung.

Bild: Romano Püntener fährt bei der Weltcuppremiere in Südkorea in die Top Ten. Bild: staron photo