«Wer hat gewonnen?», fragte Dario Rapps, Sieger des «Internationalen Kriterium in Mauren in den Jahren 2019, 2023 und 2024 nach dem Rennen über 70 Runden und 67,9 Kilometer. Da das Kriterium erstmals als Temporennen mit Wertungen in jeder Runde ausgetragen wurde, war der Überblick der vergebenen Punkte für die Fahrer schwierig. «Ich habe einfach bis zur letzten Runde alles gegeben und es hat schliesslich gereicht, den Sieg zurückh-len», so ein strahlender Rapps. Der neue Modus, bei dem viele verschiedene Fahrer Punkte holen konnten, habe richtig Spass gemacht: «So ist das Rennen härter und man muss deutlich aufmerksamer sein.» Der 31-Jährige, der in Triesen arbeitet und in Dornbirn lebt fühlt sich in Mauren wohl: «Da ich hier täglich vorbei fahre, fühlt es sich für mich wie ein Heimsieg an.» Der RSC Kempten, der das Kriterium Mauren seit Jahren dominiert, feierte damit mit Dario Rapp und Vorjahres Sieger Jonas Schmeiser einen Doppelsieg. Das deutsche Podest komplettierte Florenz Knauer. Als Sechster und bester Schweizer klassierte sich Bahnspezialist Alex Vogel (Europameister im Scratch). Erstmals wurden das Kriterium und das anschliessende Ausscheidungsrennen der besten zehn Fahrer separat gewertet. Auch hier setzte sich der RSC Kempten durch. Mit drei Fahrern und damit dem Maximum an erlaubten Fahrern pro Team im Rennen –, konnte er ihre Favoritenrolle ausspielen und die Konkurrenz aus den Reserven locken. Schliesslich siegte Jonas Schmeiser vor Florenz Knauer und Dario Rapps.
Sololauf von Nicole Suter zum überlegenen Sieg
Das Podest bei den Frauen war fest in der Hand des Teams Spar CTO Women. Nicole Suter holte sich nach Platz drei im Vorjahr den überlegenen Sieg im schnellen und intensiven Rennen. Dies nachdem sie nach Rennhälfte attackiert hatte. Livia Steinmann vor der letzten Wertung noch punktgleich mit Rahel Aschwanden, konnte sich in der letzten, doppelt zählenden Wertung durchsetzen und feierte Rang 2. In der Kategorie FB siegte Dorine Monnier. Die Buchserin Seraina Candita als Vierte schrammte knapp am Podest vorbei.
Drei Liechtensteiner Nachwuchs-Siege
Beim RVM Schülercup jubelte Leano Bicker (U11) besonders schön. «Dieser dritte Sieg in Serie in Mauren ist für mich sehr speziell», freut sich der Achtjährige. Ebenso aufs Podest steigen durfte in derselben Kategorie Vincent Marxer. Mia Wenaweser aus Schaan bestritt in der U13 ihr erstes Radrennen überhaupt. Etwas überrascht aber sehr glücklich freute sie sich über ihren Sieg vor Valentin Matt und Robin Meyerhans. Bei der U15 ging der Sieg an Elio Marxer. Beim Vierländercup (U13) platzierte sich Paul Meier als bester einheimischer Fahrer auf Rang 5, bei der U15 verlor Leo Meier den Sprint um Rang drei und wurde Vierter. Ein Highlight war einmal mehr das Piccolo-Rennen auf der Zielgerade. 34 Mädchen und Knaben zwischen zwei und sechs Jahren pedalten unter dem Applaus der zahlreichen Zuschauer Richtung Ziellinie, welche Laurin Mahlknecht (Piccolo 1) und Henry Marxer (Piccolo 2) am schnellsten erreichten. Ein Kopf-an-Kopf-Rennen lieferten sich die Special-Olympic-Athleten. In der Kategorie II nutzte David Pancke die doppelte Unterstützung durch Benedikt Mündle (Präsident des Liechtensteiner Radfahrerverbandes) und Skirennfahrer Marco Pfiffner auf dem Weg zum Sieg. Rang 2 ging an Noah Büchel mit Bobfahrer Ozan Bektas und Rang 3 an Frank Gebhard und RV-Mauren-Präsident Patrick Matt. Die Kategorie 1 gewann Sophia Kistenbrügger mit Handbiker Walter Eberle vor Hannelore Gonser mit Handbiker Ferdy Brendle und Simon Fehr mit Landtagspräsident Manfred Kaufmann. Zufrieden mit dem Event mit Teilnahmerekord bei den Frauen, Piccolo und dem RVM Schülercup zeigte sich Rennleiter Marco Lippuner: «Durch die Änderungen des Rennmodus wurden alle Rennen zudem schneller, dynamischer und taktischer.» Quelle: «Vaterland»
Bild: Rennleiter Marco Lippuner mit Sieger Dario Rapps.



