Aus einer spontanen Idee wurde innerhalb von wenigen Stunden ein Ausdauerprojekt für Felix Sprenger, Nicolas Halter und Luca Schätti. U23-Weltmeister Nicolas Halter, Luca Schätti (Short-Track-Europameister 2025) sowie der Triesner Felix Sprenger haben auf dem Rennrad an einem einzigen Tag 8848 Höhenmeter bewältigt, was der Höhe des Mount Everest entspricht. Für diese Leistung benötigte Felix Sprenger 10:45 Stunden Fahrzeit. Als Strecke diente der Anstieg von der Kreuzung Feldstrasse in Triesen bis kurz vor dem Steger Tunnel. Da ein Anstieg rund 800 Höhenmeter einbringt, musste die Route insgesamt zwölfmal in Angriff genommen werden. Der Startschuss fiel morgens um 7 Uhr, ihr Ziel von 8848 Metern erreichten die Athleten kurz nach Einbruch der Dunkelheit nach etwa einem Viertel des zwölften Aufstiegs. Alle zwei Runden legten sie eine kurze Pause ein; für Wassernachschub sorgten Stopps bei Felix Sprenger zu Hause. Für Sprenger war das Projekt eine besondere Herausforderung, da er sich bereits seit rund zwei Wochen in der Off-Season befand. «Nach vier Runden und damit bereits recht früh hatte ich die erste Krise», berichtete der Triesner. Doch in solchen Momenten entschied der Kopf, der nicht ans Aufhören dachte. Motivierend wirkte auch der Support auf der Strecke: Die Radsportler, die normalerweise auf dem Mountainbike zu Hause sind, wurden den ganzen Tag über von verschie-denen Begleitern unterstützt. Am Morgen fuhr ein Bekannter drei Runden mit, am Nachmittag stiess Romano Püntener, der diese Saison wie Halter und Sprenger in der U23 um gute Platzierungen kämpfte, für vier Runden dazu. Auch Sprengers Bruder Clemens und sein Vater Marco begleiteten das Trio je einmal hinauf zum Tunnel. Nach 191 Kilometern und 8992 Höhenmetern machte sich die extreme Belastung vor allem in den Knien bemerkbar. Die Fahrer fühlten sich am Ziel nach der grössten Höhenmeter-Ausbeute, die sie je an einem einzelnen Tag gesammelt hatten, müde, aber glücklich. Bereits am Tag darauf waren sie wieder erstaunlich fit. «Es ist immer wieder eindrücklich, was der Körper leisten mag», resümierte Felix Sprenger rückblickend auf diesen wohl speziellsten Montag als Radrennfahrer.



