Felix Sprenger beendet eine starke Saison in der U23 – Romano Püntener steht vor dem Wechsel in die Elite.

Es war das Ziel der LRV-Fahrer Romano Püntener und Felix Sprenger zum Saisonfinale in Lake Placid (USA) nochmals ein Zeichen zu setzen. Doch sie blieben hinter ihren Erwartungen zurück.

Grippe bremst Felix Sprenger aus

Felix Sprenger freute sich auf das Rennen in Lake Placid, fuhr er hier doch vor einem Jahr im Cross-Country auf Rang 13 und damit zu seinem besten Weltcupresultat in der letzten Saison. Doch dann fing er sich eine Grippe ein und lag Anfang Woche während zwei Tagen im Bett. Um mit seinen Ressour-cen haushälterisch umzugehen, verzichtete er in der Folge aufs Short Track-Rennen. Schliesslich blieb aber dennoch zu wenig Zeit, um sich zu erholen. Deshalb ging Sprenger ohne grosse Erwartungen ins Rennen. Schliesslich fehlte im Rennen mit horrendem Tempo die Energie. «Ich war froh, das Rennen überhaupt zu Ende fahren zu können», so Sprenger, der die Ziellinie als 35. überquerte.

Defekte überschatten letzte Saisonrennen

Romano Pünteners Stärke in dieser Saison lag im Short Track. Sein Ziel war es seine Konstanz fortführen oder gar nochmals ein Rennen wie mit Rang 12 zum Saisonauftakt in Yongpyong (Südkorea) zu zeigen. Er startete mit der 13., 16., und 19. Rundenzeit gut. Doch dann fuhr ihm ein Kontrahent in den Wechsler. Dadurch reagierte die Schaltung nur noch schlecht und es war nicht mehr daran zu denken ein gutes Rennen zu fahren. Püntener klassierte sich als 35. Auch im Cross-Country-Rennen hatte er sich leistungsmässig mehr erhofft. Zwar hatte er in der dritten Runde einen Platten zu verzeichnen. Dies kostete ihm aber nicht entscheidend Zeit. Er belegte schliesslich Rang 38.

18 Weltcuprennen – neun im Short-Track und neun im Cross-Country beinhaltete die diesjährige Saison. Die LRV-Fahrer Romano Püntener und Felix Sprenger beenden sie in beiden Disziplinen in den Top 30. Im Cross-Country ist Sprenger auf Rang 22 klassiert, Püntener auf Rang 30. Im Short Track belegt Püntener Rang 23 und Sprenger Rang 29. Dazu kamen Europa- und Weltmeisterschaften.

Sprenger überzeugt mit konstanter Saison

Felix Sprenger hob bei seinem Saisonfazit Rang 13 bei der Europameisterschaft und Rang 14 im Short-Track der Weltmeisterschaft hervor. «Cool ist auch der 22. Rang im Gesamtweltcup im Cross-Country, was die konstante Saison unterstreicht», so Sprenger. Dem 12. Rang in Yongpong folgten der 17. Rang in Saalfelden-Leogang und die 19. Ränge in La Thuile und Les Gets als weitere Highlights im Weltcup. Bestechend war dabei neben seinen starken Leistungen seine Konstanz. Besonders daran war darüber hinaus, dass er den gesamten Weltcup als Einmann-Team bestritt und einzelne Trainingslager und zum Beispiel auch die Europameisterschaft in Monteceneri mit dem Schweizer Nationalteam. Der 21-jährige Triesner wird noch eine weitere Saison in der U23 fahren. Ziel wird es dann sein, eine ebenso konstante Saison zu zeigen und sich im Weltcup weiter nach vorne zu arbeiten. Für die zukünftige Planung wird ihm diesbezüglich auch die neue 50-Prozent-Anstellung beim Liechtenstein Olympic Committee hilfreich sein.

Romano Pünteners Stärke im Short Track

Romano Pünteners Stärken lagen in dieser Saison im Short Track. Bei acht Starts fuhr er viermal in die Top 20 und zeigte dabei eine gute Konstanz mit Rang 12 (Yongpyong) und 15 (Nove Mesto) als Bestresultate. Ein Spitzenresultat feierte er auch an der Weltmeisterschaft mit Rang 13. Ein Rennen musste er wegen Krankheit ausfallen lassen. Auch hatte der Schaaner in dieser Saison mit diversen Defekten zu kämpfen und vor dem Cross-Countryrennen an der EM und dem Weltcuprennen in Les Gets nach einem Wespenstich mit allergischen Reaktionen. Dennoch überwiegen die erfreulichen Resultate. So zum Beispiel der 10. Rang zum Saisonauftakt im Cross-Country in Yongpyong, dem bisher einzigen Top-Ten-Ergebnis eines Liechtensteiner Mountainbikers im Weltcup.

Mit neuem Trainer in die Zukunft

Für Romano Püntener war die diesjährige Saison die letzte in der U23. «Jetzt geht es erst richtig los», sagt er mit Blick auf seine erste Elite-Saison im kommenden Jahr. Das Training dafür wird er bereits am 2. November wieder aufnehmen. Dies mit einem neuen Trainer an seiner Seite. Marco Quinter ist ein ehemaliges Schweizer Nationalteammitglied im Cross-Country und ausgewiesener Coach und Leistungsdiagnostiker. «Mit dem Wechsel zur Elite ist der richtige Zeitpunkt gekommen, neue Impuls in der Trainings-Philosophie und -Strategie zu setzen», so Püntener.

Der 22-Jährige wird auch zukünftig viel Energie in den Mountainbike-Sport setzen. Neben seiner 50-Prozent-Anstellung beim Liechtenstein Olympic Committee arbeitet Püntener nach wie vor zu 20 Prozent in seinem Beruf als Fahrradmechaniker. «Auch wenn ich im Sommer oft unterwegs bin, schätze ich diese Möglichkeit sehr und bin dankbar, dass ich in der Zeit, in der ich im Land bin, in meinem Beruf arbeiten kann.»