Bei den LRV-Strassenfahrern gelang U19-Fahrer Clemens Sprenger mit dem zwölften Rang beim GP Cham-Hagendorn ein herausragendes Resultat. Flavio Knaus bestritt mit dem GP Vorarlberg sein erstes UCI-Strassenrennen und Alessio Bragagna kehrte fünf Wochen nach der Operation am Schlüsselbein ins Wettkampfgeschehen zurück.
Beim GP Cham-Hagendorn starteten beim neuen Teilnahmerekord von 450 Athletinnen und Athleten auch drei LRV-Fahrer. Die langen Fluchten und offensiv geführten Rennen prägten den Renntag ebenso wie die beeindruckte Atmosphäre mit vielen Radsportbegeisterten am Streckenrand.
Starker Auftritt von Sprenger in der U19
Clemens Sprenger zeigte in der Kategorie U19 eine beeindruckende Leistung: Mutig fuhr er im Rennen über acht Runden und insgesamt 73,5 km in den ersten zwei Runden an der Spitze mit und übernahm zeitweise die Führungsarbeit. Dafür musste er in Runde drei und vier im schnellen Rennen mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 43,20 km/h etwas büssen, fand aber rechtzeitig zu seiner Stärke zurück. Trotz eines Sturzes eines Konkurrenten in der hektischen Schlussphase bewahrte Sprenger die Übersicht, sicherte sich im Sprint den hervorragenden 12. Rang und sammelte so wertvolles Selbstvertrauen für die kommenden Aufgaben.
Knaus: Von der Premiere zum Sturzpech
Flavio Knaus feierte eine Premiere: Mit dem GP Vorarlberg startete er erstmals an einem UCI-Strassenrennen. Das Rennen war stark besetzt und die Strecke aufgrund der vielen Höhenmetern sehr fordernd. Das «Birchmeier»-Team mit Flavio Knaus präsentierte sich über die anspruchsvollen 163 km rund um Nenzing kämpferisch und sammelte wichtige Erfahrungen auf hohem Niveau. Flavio Knaus fühlte sich bis km 110 sehr gut. Kurz vor dem Finale musste er dem hohen Tempo Tribut zollen und den Kontakt zur Spitze abreissen lassen. Das gute Gefühl in den ersten zweieinhalb bis drei Stunden stimmte ihn aber optimistisch für den GP Cham-Hagendorn am Sonntag. Die kurzen Anstiege des GP Cham-Hagendorn über 120 km lag dem Ruggeller gut. Sein Ziel war es, in die entscheidende Spitzengruppe zu kommen und dann um einen Podestplatz zu fahren. So fuhr er immer vorne im Feld und konnte im entscheidenden Moment mit einer Gruppe von zehn Fahrern mitgehen. In der Spitzengruppe waren alle grossen Teams vertreten. Doch dann musste er im rennentscheidenden Moment ohne eigenes Verschulden zusammen mit drei weiteren Fahrern heftig zu Boden und das Rennen kurz darauf verletzt aufgeben. Eine erste MRI-Untersuchung Aufgrund einer starken Schwellung des Handgelenks ergab zum Glück keinen Handbruch. Knaus hofft, bereits am Wochenende wieder im Renneinsatz zu stehen.
Gelungenes Comeback für Alessio Bragagna
Fünf Wochen nach der Operation am Schlüsselbein konnte Alessio Bragagna beim GP Cham-Hagendorn erstmals wieder an den Start eines Rennens gehen. Dabei war er als Helfer im Einsatz und versuchte den Leader des Bauer Sport Cycling Team so gut wie möglich zu unterstützen, Tempo in den Anstiegen zu machen und Löcher
zuzufahren. Noch arbeitet Bragagna an seiner Form und nahm deshalb beim Finale des Rennens das Tempo raus, um kein unnötiges Risiko einzugehen.
Bilder. 1: Clemens Sprenger (in der Mitte des Feldes mit schwarzem Helm). Bild 2: Flavio Knaus Vorne im Feld mit grauem Helm. Bild: 3: Alessio Bragagna in blauem Trikot.



