Strassenfahrer Flavio Knaus setzte sich beim GP de Seppois-le-Bas in den Dienst des Leaders, Püntener und Sprenger blieben ohne Resultat.

Die Vorfreude auf das erste Saisonrennen im Swiss Bike Cup der Mountainbiker war gross. Der Kurs am Monte Tamaro im Tessin, auf dem im Sommer auch die Europameisterschaft stattfinden wird, ist auf die tech­nischen Stärken von Romano Püntener und Felix Sprenger zugeschnitten. Beide starteten gut und überquerten nach der ersten Runde auf den Positionen 8 (Püntener) und 16 (Sprenger) die Start-Ziellinie. Danach konzentrierte sich Püntener auf sein eigenes Tempo – in dem Wissen, dass auf dieser Strecke im weiteren Rennverlauf noch Plätze gutgemacht werden können. Jedoch verlor er in Runde zwei auf einer schlammigen Pas­sage das Gleichgewicht und stürzte. Dabei verletzte er sich am Knie. Da er keine Drehbewegungen mehr ausführen konnte, musste er das Rennen vorzeitig aufgeben. Nach ersten ärztli­chen Untersuchungen sollte aber dem weiteren Saisonver­lauf nichts im Wege stehen.

Fünftbeste Rundenzeit und ein Sturz

Felix Sprenger startete kon-trolliert ins Rennen, fand schnell seinen Rhythmus und konnte das Tempo auch stei­gern. Infolge Luftverlustes im Hinterreifen in der zweiten Runde musste er in den Ab­fahrten jedoch Vorsicht walten lassen, da die Durchschlags-gefahr dadurch grösser war. Dennoch fuhr er die Runde darauf mit der fünftbesten Zeit und war nun in einer Gruppe um Position Acht unterwegs.

Gerade als er das Gefühl hatte, richtig aufdrehen zu können, unterlief ihm in einer Steilpassage der Abfahrt ein Fahrfehler und er fuhr geradeaus in eine Matte. Mit der Hüfte hinter dem Sattel stauchte es ihn zusammen und der Sattel zerbrach. Kurz fuhr er noch weiter, doch die Schmerzen erwiesen sich als zu gross. Trotz fehlender Resultate blicken Felix Sprenger und Romano Püntener jedoch optimis­tisch in die Zukunft – die Formkurve stimmt.

Flavio Knaus in Diensten des Teamleaders

Flavio Knaus fühlte sich nach seinem Infekt wieder besser und konnte einige gute Einheiten fahren. So lief es auch im Rennen, dem Grand Prix de Seppois-le-Bas (FRA, 107 km) besser. Bei nur vier Fahrern in Flavio Knaus’ «Birchmeier Gruppe – Supe­rior Cycling Team» war die Mannschaft gegenüber anderen Teams deut­lich in der Unter­zahl. Den Fahrern war bewusst, dass sie auf alle Attacken der gut be­setzten Teams reagieren muss­ten, um im Rennen zu bleiben. Die Taktik, die sich das Team vorgenommen hatte, konnte es gut umsetzen. Flavio Knaus musste vor allem in den ersten Runden viele Lücken zufahren und Angriffe neutralisieren. Da­nach nahm er sich aufgrund seiner Fahrweise etwas zurück. Am Ende des Rennens fühlte er sich wieder gut und konnte im letzten Anstieg den Leader Luca Bovet gut positionieren. Dieser ersprintete sich in einer grös­se­ren Gruppe Rang elf. Bereits diesen Samstag steht der GP Berra an, ein langes und hartes Rennen mit vielen Anstiegen und ein erstes Saisonhighlight für Flavio Knaus.